Stadt werlte
Realisierungswettbewerb „rathausumfeld“

Im Stadtkern von Werlte befindet sich das 59.030m² große Wettbewerbsgebiet. Ortstypisch für die Stadt Werlte sind große, traufständige Gebäudestrukturen, die zueinander versetzt Vor- und Rücksprünge im Straßenraum bilden. Das Rathausumfeld im Wettbewerbsgebiet hingegen stellt sich als große, unklar strukturierte Mitte dar. Als Hauptversorgungszentrum der umliegenden Gemeinden und Ortschaften strebt die Stadt Werlte eine nachhaltige Entwicklung und Stärkung des Zentrums an.

 

Die städtebauliche und architektonische Idee ist, diese Stärkung des Zentrums über einen großen, definierten Platz zu schaffen. Daraus entstehen drei Plätze, die als Folge miteinander in Verbindung stehen: der Marktplatz mit der Einkaufswelt, der Rathausplatz und der Festzeltplatz. Begleitet durch die Hauptachse Kirche-Rathaus-Schule ist das Rückgrat des Innenstadtkerns der rote Faden, an dem sich die drei Plätze orientieren.

Das neue, schöne Zentrum von Werlte ist ein fußläufiges Areal und lädt zum Flanieren, Verweilen, Einkaufen und zur Begegnung ein. Die Architektur rahmt die neue Mitte ein und unterstützt die fließenden Bewegungsrichtungen im Außenraum.

Mit der vergrößerten Öffnung zur Hauptstraße entsteht ein wertiger Eingang, der die Kirche stärker mit dem Kernbereich verbindet.

 

Die Einkaufswelt am Marktplatz mit ihren neuen Baukörpern gliedert den inneren Kernbereich und schafft Platzkanten mit Vorderseiten. Sie erlaubt klein- und großflächige Ladennutzungen in den Erdgeschosszonen und Büro- und Wohnflächen in den oberen Geschossen. Die gewählte Struktur erlaubt es, einen sehr urbanen Innenstadtbereich zu entwickeln. Sie hat einen hohen Wiedererkennungswert und wurde aus dem Niederdeutschen Hallenhaus entwickelt. Die Höhe der 2- bis 3-geschossigen Häuser gleicht sich der vorhandenen Bebauung an. Die Gebäudehöhen nehmen zur Mitte des Stadtkerns zu und zur umliegenden Bebauung wieder ab. Die Höhenentwicklung und die markante Bebauung betonen den innerstädtischen Bereich.

 

Die vorhandenen Bäume und Grünflächen als Alleen werden erhalten und fortgeführt. Die durch Sturmschäden entstandenen Lücken bleiben trotz erfolgter Nachpflanzungen deutlich sichtbar. Das Freiraumkonzept sieht daher vor, diese Lücken zwischen den alten Linden durch Blütenbäume zu ergänzen und so ein neues eigenes Bild zu schaffen.