Wohnungsbau Waldbüttelbrunn

Das gesamte Ensemble von Kirche, altem und neuem Rathaus einschließlich der neuen Bebauung wird als Mitte von Waldbüttelbrunn begriffen und gestaltet.
Die Idee des Städtebaus ist, mit einer einfachen Figur, die der städtebaulichen Typologie des Altortes entspricht, das alte und neue Rathaus zu ergänzen. Auf einem ruhigen Sockel steht ein Kubus mit Satteldach, der die giebelständigen Häuser in der August-Bebel-Straße modern interpretiert. Der verglaste Vortragssaal im Sockelgeschoss öffnet sich zum Straßenraum. Die Bücherei in dem Kubus auf dem verglasten Sockel orientiert sich mit der Fassade an den Lochfassaden im Straßenraum.
Die neue Bebauung passt sich mit Trauf- und Firsthöhen dem neuen Rathaus am Gässchen an und betont damit die Giebelständigkeit an der August-Bebel-Straße. Ihre Gebäudehülle aus Schiefer greift das ortstypische Material des Natursteins auf und führt es bis über die Dachhaut fort. Alle Eingänge und Fassadenvorsprünge befinden sich an der Traufseite des Bücherei-Kubus, wie es auch bei den historischen Gebäuden des Ortes der Fall ist.
Eine Abfolge von Plätzen verbindet die August-Bebel-Straße mit der Bücherei, dem Neuen Rathaus und der Kirche. Mit einer größtmöglichen Offenheit zur August-Bebel-Straße auf Straßenniveau und mit den angebotenen Wegen durch den gesamten Block soll das alte und neue Rathaus sowie die Bücherei/Vortragssaal als Einheit begriffen und wahrgenommen werden.

 

Planung: 2007