1. Preis
Städtebaulicher Realisierungswettbewerb Ennigerloh

Neuordnung eines Innerstädtischen Quartiers im Bereich Clemens-August-Strasse zwischen Grabenstrasse und Geiststrasse in Ennigerloh

Am nordwestlichen Rand der Innenstadt von Ennigerloh befindet sich das 8.000 m² große Wettbewerbsgebiet. Im Osten grenzt an das Planungsgebiet das denkmalgeschützte Hauptgebäude der St. Jakobus-Schule, im Westen die Kultur- und Begegnungsstätte „Alte Brennerei Schwake“. Südwestlich befindet sich auf einer Anhöhe die historische Mitte von Ennigerloh: der „Drubbel“, der zur katholischen Kirche St. Jakobus gehörende Kirchplatz. Von hier ausgehend, weist das Wettbewerbsgebiet ein starkes Gefälle in Richtung Norden und Nordwesten auf. Ortstypisch in Ennigerloh sind kleinteilige Gebäudestrukturen, die auch am hiesigen Rand der Innenstadt Einfluss auf die architektonische Gestaltung haben.

 

Die städtebauliche und architektonische Idee stützt sich auf einen integrierten Städtebau und auf die Neuordnung der Frei- und Verkehrsflächen. Die städtische Typologie ist von Häusern mit Satteldach auf Grundstücksparzellen geprägt und wird im Kontext städtebaulich weitergeführt. Es entsteht ein innerstädtisches Quartier, das durch seine städtebauliche Figur eine bisher fehlende Verbindung zwischen Drubbel, Schule und Alter Brennerei schafft. Gleichzeitig bildet es einen urbanen Abschluss am Rand der Innenstadt.

 

Die Entwurfsidee stützt sich darauf, dass sich die Bewohner in einem gewachsenen innerstädtischen Quartier bewegen, und wird durch die Abfolge von neu entstandenen Plätzen, Durchwegungen und Sichtbezügen deutlich. Der Anwohner und Besucher kann sich im nach und nach entstehenden Wohnquartier (barriere-)frei bewegen und sich gleichzeitig zurückziehen. Der zusammenhängende und öffentliche Stadtraum wird als eine fließende Platzabfolge ohne bauliche Blockaden erlebbar.

 

Das Quartier besteht aus drei Teilen, die auch als eigenständige Bauabschnitte funktionieren. Jeder Teil schafft öffentliche und private Freiflächen, die fließend ineinander übergehen und sowohl im städtebaulichen Gesamtkontext als auch zueinander eine Verknüpfung schaffen. Dadurch entsteht ein urbanes, harmonisches Gesamtbild. Dieses Gesamtbild kann nach und nach wachsen, denn jedes „Quartier im Quartier“, d.h. jeder Bauabschnitt ist für sich genauso funktionstüchtig wie alle zusammen und in Verbindung mit der Stadt Ennigerloh.

 

Um dies umzusetzen, gibt es drei Townhouse-Typen, die jeweils 2- bis 3-Zimmer-Wohnungen mit 50 bis 70 qm Größe vorhalten: