Neustädter Häfen

Ein neuer Stadtteil für Bremen

Auf die Pressekonferenz zur Konzeptidee folgte ein großes mediales Echo. Hier die Links:
http://www.schneider-architekten.de/news/

Ein neuer Stadtteil für 15.000 Bewohner in den Neustädter Häfen. Potentiale für ein ökologisches Vorzeigequartier

Die anhaltende Nachfrage an bezahlbarem Wohnraum in Bremen und das Interesse der Stadt, den Zuzug in die Stadt zu fördern, erfordern eine stetige Entwicklung und Antwortfindung von Politik und Architekten. 

Die für die Neustädter Häfen entworfene Konzeptskizze für einen Stadtteil der Zukunft, der bis 2035 entstehen soll, bietet neue Chancen für Bremen. Für ein innovatives Vorzeigequartier wird der Industriestandort Neustädter Häfen in einen grünen Wohnort übersetzt. Den Standort zeichnet zum einen die bereits vorhandene und ausbaufähige Anbindung an die öffentliche Infrastruktur und zum anderen ein angrenzendes Naherholungsgebiet und die direkte Lage am Wasser aus.

Die Vernetzung des neuen Stadtteils mit der umliegenden Natur  erfolgt über rhythmisierende Grünflächen. Diese bilden innerhalb des Wohngebiets selbst kleine Milieus und Nachbarschaften. Die Nahversorgung und öffentliche Aufenthaltsbereiche werden in diesen Bereichen formuliert. ‚Marktplätze‘ und Parks laden die Bewohner zum Verweilen, zu Austausch und Interaktion ein. An diesen Orten befinden sich Spielplätze, Urban Gardening-Flächen, Restaurants, Cafés und Bars.

Das Portal zum Wohngebiet bildet der sogenannte „Gürtel“, der eine Brücke zum vorhandenen benachbarten Stadtteil Rablinghausen schlägt. Beide Stadtteile verbinden sich, indem sie die im Gürtel vorgesehenen Dienstleistungen, Einkaufsmöglichkeiten, Parkhäuser, Büros und Pflegeeinrichtungen gemeinsam nutzen. Das eigentliche Wohnquartier Neustädter Häfen erstreckt sich hinter diesem Gürtel. Auf diese Weise stellt es für die zukünftigen Bewohner einen geschützten Rückzugsort, der von Durchgangsverkehr freigehalten wird, dar. Die Bebauungsdichte des neuen Wohngebietes orientiert sich an der Kleinteiligkeit und Parzellierung des benachbarten Stadtteils.

Für einen guten Anschluss des neuen Stadtteils Neustädter Häfen an das Bremer Stadtzentrum ist eine Anbindung an das Straßenbahnnetz und auch innerhalb des Quartiers ein funktionierendes Nahverkehrssystem vorzusehen. Dies ermöglicht, im Stadtteil selbst einen hohen Anteil autofreier Bereiche zu planen. Verkehrswege für Fußgänger und Fahrräder haben Vorrang.

Städtebaulich verknüpft sich der neue Stadtteil mit der umliegenden Landschaft. Er öffnet sich sowohl zum Naherholungsgebiet Weseruferpark und angrenzenden Naturschutzgebiet als auch zur Wasserkante. Häuserreihen öffnen sich zum Naturschutzgebiet und verbinden sich mit diesem. Für die bevorzugte Wasserlage sind Mehrfamilienhäuser vorgesehen. Ein die Häuser umschließendes und durchdringendes Wegenetz bildet Nachbarschaften und mündet in öffentliche Uferpromenaden.

Die städtebauliche Idee geht aber über die eigentliche Entwicklung des Standorts als Wohngebiet hinaus. Als ein zukunftsweisendes Vorzeigequartier für nachhaltiges Wohnen wird der neue Stadtteil als Eco-City geplant. Es sollen hoch energieeffiziente Plusenergiehäuser aus natürlichen und recyclebaren Baustoffen entstehen. Die Stromversorgung soll über die Nutzung von Solarenergie erfolgen, Regenwasser genutzt werden. Als Anhaltspunkt für die Umsetzung des neuen Stadtteils sind hier die DGNB-Kriterien im Bereich Städtebau eine gute Vorgabe.