Wettbewerb Schulerweiterung Lübeck

ERGÄNZUNGSBAU UND NEUORDNUNG FÜR DIE ST. JÜRGEN GRUND- UND GEMEINSCHAFTSSCHULE IN LÜBECK

Gegenwärtig befindet sich die St. Jürgen Grund- und Gemeinschaftsschule an zwei Standorten und soll über die Zusammenlegung am Mönkhofer Weg 95 zu einem Schulstandort zusammengeführt werden. Die städtebauliche und architektonische Idee basiert darauf, die erforderlichen Gebäudemassen so zu verteilen, dass die großen vorhandenen und zusammenhängenden Schulhofflächen erhalten bleiben. Höfe und Außenbereiche werden den drei großen Schulbereichen Grundschule, SEK I-Bereich und Oberstufe klar zugeordnet und repräsentieren diese.

Die Entwurfsidee basiert auf dem Nebeneinander zweier Ansätze. Zum einen gibt es in sich geschlossene Bereiche, in denen sich die Schülerinnen und Schüler innerhalb ihres Jahrgangs aufhalten und sich konzentriert die jahrgangsspezifischen Lerninhalte aneignen können. Zum anderen gibt es für alle Jahrgänge offene Bereiche. Hier vermischen sich die Altersstufen; Begegnungen werden geschaffen und das voneinander Lernen wird möglich. Die offenen Bereiche bieten gleichermaßen Raum für Kommunikation und Orte der Ruhe.

Das Zentrum der Schule bilden die Mensa und die bereits vorhandene Aula. Beide Bereiche erfüllen neben ihren jeweils spezifischen die gemeinsame Funktion, ein Aufenthaltsort für alle zu sein. Während die Mensa für alle Schülerinnen und Schüler über die Funktion der Essensausgabe ein Ort zum Verweilen, Arbeiten oder Kommunizieren ist, wird die Aula zusätzlich als Selbstlernstandort integriert. Die Fachräume und die naturwissenschaftlichen Räume sind jeweils in ihren Fachbereichen zusammengefasst. Die verschiedenen Fachbereiche sind in der gesamten Schule verteilt. Jedes Cluster hat eine Größe von maximal 400 m² Nutzfläche. Dies birgt den Vorteil, dass hier keine besonderen brandschutztechnischen Anforderungen bestehen. Die Verwaltung befindet sich als Verwaltungshauptstützpunkt im nordöstlichen Teil des Ergänzungsbaus. Der Ganztagsbetrieb bleibt unverändert in den Bestandsgebäuden untergebracht. Nachhaltigkeit wird durch die gewählte Materialität und gleichermaßen durch die Gebäudeform garantiert. Der Ergänzungsbau wird in kompakter und massiver Bauweise erstellt. Mit dem Energiekonzept schließt sich der Kreis der Nachhaltigkeit. Denn in der geplanten Bauweise werden alle Außenbauteile entsprechend den Passivhauskriterien ausgeführt.