Treffpunkt Tenever-

Die Geschichte einer besonderen Skulptur im öffentlichen Raum


Am 27. Oktober 2009 wurde im Bremer Stadtteil Osterholz-Tenever eine Skulptur im öffentlichen Raum eingeweiht. Das 2 m  3,5 m  8 m große knallrote große geschwungene Objekt aus lackiertem Stahl sieht man schon von weitem unter herbstlichen Bäumen am Rande der städtischen Grünfläche leuchten. Zur Eröffnung sind einige Honoratioren gekommen, am Projekt Beteiligte, Sponsoren, Förderer, junge und ältere Gäste. Das übliche Prozedere: Reden werden gehalten, dann wird das Werk der Öffentlichkeit übergeben. Was ist das Besondere daran? Kein Künstler, sondern zwei Schülerinnen der hier ansässigen Schule Koblenzer Straße haben die Skulptur entworfen! „Wir sind angenehm überrascht“ sagt Aragsan über ihre Arbeit, Annika stimmt ihr zu und betont, wie sehr sich die beiden freuen, dass ihr Entwurf tatsächlich gebaut wurde. Ein Vorzeigeprojekt für die Beteiligung junger Bürger an der Stadtplanung ihres jungen Stadtteils. Osterholz-Tenever wurde Anfang der 1970er Jahre als Demonstrativbauvorhaben mit 2.600 Wohneinheiten für ca. 7.700 Bewohner geplant. Es entstand eine Großwohnsiedlung, die nicht so reibungslos funktionierte, wie es die damaligen Stadtplaner für den „modernen Menschen“ vorgesehen hatten. Der Ruf litt unter den Entwicklungen und schon in den 1980er Jahren wurde nachgebessert, doch spätestens seit 2002 befindet sich OTe - wie es jetzt gern genannt wird - im Aufschwung. Die durch hohe Fluktuation, Spekulation und Leerstand entstandenen Probleme konnten in den letzten Jahren durch massiven Rückbau und umfangreiche Sanierungsmaßnahmen eingedämmt werden. Der verbliebene Bestand wurde modernisiert, die Außenanlagen wurden aufgewertet. Weitere Maßnahmen werden folgen. Die Skulptur steht am Rande einer durch Rückbau neu gewonnenen Fläche neben altem Baumbestand. Die Schüler und Schülerinnen haben den Standort nach einer Ortsbegehung selbst ausgesucht.

Planung: 2007 - 2009